Jan Ickert
Jan Ickert

Jan Ickert

Jan Ickert kommt aus einer Musikerfa- milie. Klavier, Flöte, Harfe und Gesang, die ganze Familie lebt von und mit Musik. Er und seine Geschwister bauen unterm Flügel Eisenbahn, während der Vater mit einem Sänger „die Winterreise“ probt. Nicht hinter verschlossenen Türen, sondern mitten im Leben – Musizieren, Unterrichten, schon die Räume der Kindheit sind erfüllt davon.

Jan Ickert spielt auf einem Cello von Giovanni Cavani aus Modena (Italien) aus dem Jahr 1870.

„Es hat schon Kraft“, wie fast alle älteren italienischen Instrumente sei es nicht auf Lautstärke, sondern auf Qualität gebaut, es habe einen dunkleren Grundcharakter, Tiefe und Breite, einen raumfüllenden Ton. Anders als, wie er sagt, grundsätzlich eher solistisch eingestellte Instrumente, mit denen man auch gegen das Orchester anspielen kann. „ Es gibt Instrumente, wo der Klang gebündelt wird und dann wie ein Strahl durchgeht.“ Sein eigenes Klangideal fand er in jenem ziemlich ramponierten Instrument, das er „Würmchen“ oder „Ruine“ nennt. Es gehört ihm, war bezahlbar, denn tatsächlich „war so ziemlich alles daran kaputt, Holzwurm, der Hals war ab, also komplett, sozusagen geköpft, es hat einen Stimmriss, was bei einem Instrument im Prinzip ein Totalschaden ist, geigenbauerisch gesehen, aber wenn es gut repariert ist, funktioniert es, und es hat alle möglichen Risse.“

Das ausführliche Künstlerportrait finden Sie im diesjährigen Festival-Magazin.