Internationale Kammermusiktage Homburg

Jährlich von Ende September bis Anfang Oktober

Internationale Kammermusiktage Homburg

7 Konzerte in 8 Tagen

Internationale Kammermusiktage Homburg

Künstlerischer Leiter: Das Vogler Quartett

Internationale Kammermusiktage Homburg

Nichts geht über live!

Internationale Kammermusiktage Homburg

"Das Vogler Quartett im Klassenzimmer"

"Con spirito"

 

….. eine Welt von Leidenschaft, Klangzauber, Abenteuer und Geist...

Zum Programm der Internationalen Kammermusiktage Homburg 2018

von Friedrich Spangenmacher

„Con spirito“ heißt das Motto der diesjährigen Kammermusiktage. „Con spirito“ steht hier nicht nur für die musikalische Tempobezeichnung, sondern für das geistreiche, inspirierende Programm, das erstaunliche Bögen schlägt:

Von den Quartetten op. 74 des späten Joseph Haydn, der in London als Superstar gefeiert wurde und dessen “Reiterquartett“ op. 74 Nr. 3 das Londoner Publikum 1794 hingerissen hatte. Diese Quartette ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm.

Und von diesem Haydnschen Stamm gehen die Äste in die französische Musik, zu Cesar Franck, Arthur Honegger, nach Italien zu Castelnuovo Tedesco oder nach Brasilien zu Heitor Villa Lobos, aber auch zu einer humorvollen Komposition von Beethoven „mit zwey obligaten Augengläsern“ oder zu dem von großer Spiellaune geprägten großen 2. Streichsextett von Johannes Brahms.

Schließlich setzte der Künstlerische Leiter die geniale Version von Schönbergs „Verklärter Nacht“ für Streichtrio, arrangiert von Eduard Steuermann auf das Programm.

Aber das Entscheidende: die Liedkunst kommt in diesem Jahr ausführlich zu Wort, mit der großen und überzeugenden Sängerin Christiane Oelze, die bei den Berliner Philharmonikern singt, in Salzburg, Glyndebourne oder im Covent Garden. Oelze ist aber auch und vor allem eine einzigartige Liedsängerin, deren Verschmelzung mit dem begleitenden Klavier sprichwörtlich ist. Sie lädt ein zu ganz außergewöhnlichen musikalischen Entdeckungsreisen ein: neben Schubert und Schumannn etwa zu einem Liederzyklus von Reynaldo Hahn, der dem Kreis um Marcel Proust nahestand oder zu Benjamin Britten Volksmusikarrangements, zu Musik von Gabriel Fauré oder dem Iren William Balfe. Es sind viele hierzulande unbekannte oder viel zu wenig aufgeführte Lieder, die andere Horizonte beschreiben als die in den klassischen Lied-Recitals. Oelze, die sich immer auch um wenig beachtete oder vergessene Werke gekümmert hat – etwa von Exilkomponisten, -  ist überwältigend, und sie hat eine Stimme, die die Zuhörer in den Bann schlägt und mitreißt.

Im Kontrast zu den instrumentalen Konzerten öffnet sich im Festival eine ganz andere, sehr eindrucksvolle Welt, die man unbedingt entdecken muss, eine Welt von Leidenschaft, Klangzauber, Abenteuer und Geist – „Con spirito“ eben.

Nichts geht über live! – Kommen, hören und geniessen Sie!