Einführung: Internationale Kammermusiktage Homburg

„suchen und (er)finden“:

Klangreisen zu zweit, zu dritt, …, zu sechst - zwischen Nostalgie und Neugier

 

Ein russischer Avantgardist träumt in Paris vom barocken Italien und erfindet sich neu.

Ein Argentinier aus New York will in Europa Symphonien schreiben und erschafft den neuen Tango.

Zwei Spanier erobern Paris mit der Folklore ihrer Heimat.

Ein Hamburger erobert Wien … natürlich mit Walzern im Gepäck.

Ein Altwiener Weltbürger unter falschem Namen parodiert virtuos das alte Wien.

Schumann findet eine neue Richtung beim Studium der alten Meister.

Bartok rettet vergessene Volkslieder des Balkans und schafft daraus eine neue Moderne.

Milhaud will dem französischen Barocktheater huldigen und erliegt doch seinem Fernweh nach Brasilien.

Prokofiev trifft Landsleute in New York und erfindet für sie nebenbei den Klezmerklang.

Und Schubert bleibt in Wien und erforscht sein Inneres. Seine Musik reist später um die Welt.

Die Musik transportiert die Atmosphäre der Zeiten und Orte aus denen sie hervorgegangen ist oder von denen sie träumt. Die Musiker und Musikerinnen werden inspiriert von der Begegnung mit uralten Traditionen, fremden Kulturen und neuen Ideen und finden Resonanz in immer wieder wechselnden Klangkombinationen.

So reisen wir mit der Musik zurück zu den Wurzeln, entdecken neue Perspektiven oder finden, voller Entdeckerdrang – uns selbst. Aus alt wird neu und das Neue war schon immer da. Wo liegt die Quelle des Fernwehs? Was ist das Ziel der Nostalgie? Vielleicht zwei Seiten derselben Medaille? Anfang und Ende des gleichen Kreises?

Finden Sie es heraus! Reisen Sie mit, träumen Sie von Buenos Aires und Rio de Janeiro oder bleiben Sie mit Schubert aus gutem Grund in Wien.

Nichts geht über live – bei den Internationalen Kammermusiktagen in Homburg.