Peter Spiegel: Sonder-Edition "Kammermusik"

 

Verehrte Musikfreunde,

das Musikfestival Homburg mitgestalten. Als Maler hat das Peter Spiegel getan - mit einem besonderen Akzent

  • 2018 bei der 23. Session mit der Radierung „Klangkörper“,
  • 2019 bei der 24. Session mit der  Radierung „con anima“,
  • 2020 bei der 25.Session mit der Radierung „Scherzo“.

Das neue Oeuvre heißt „Scherzo“.  Diesen Ausdruck für eine Satzform kennen wir seit Beethoven. Sein prominenter Lehrer Haydn hatte das Modell „Menuett“ zur Blüte entwickelt. Aus dem aristokratischen Tanz wurde klassische Musik - in seinen Streichquartetten und Sinfonien. Sie versprühen auch heute noch pure Lebensfreude.  Nicht anders ist es mit den Menuetten seines Schülers, dem jungen Beethoven. Er komponierte dann weiter - aber in „gänzlich anderer Manier“. Das Scherzo löste das Menuett ab - er brauchte noch eine völlig andere Färbung für seine Musik. Seither rangiert ein Scherzo meist als 3. Satz der Sinfonie.

Nach diesem kurzen Ausflug in die Musikgeschichte soll der Blick auf das grafische Oeuvre gerichtet sein. Es erscheint beim ersten Anblick rätselhaft. Vielleicht mag das an der Linienstruktur und der teilweisen Abstraktion liegen. Betrachtet man es intensiver, erscheint eine spannende Zeitgeschichte. Thema ist die Instrumentalmusik von Barock und Klassik, vor allem aber das Menuett als der damals beliebteste Gesellschaftstanz. Menuette waren die höfischen Tänze des Adels. Die Tänzer mussten alle Tanzschritte, Figuren und raffinierten Posen beherrschen. Durch eine solche Choreografie mit gravitätischen Figuren hielt der Adel das Volk auf Abstand. Dementsprechend war ein solcher Ball ein herausragendes gesellschaftliches Ereignis des Adels - Glanz und Pomp war angesagt.

Der Maler Peter Spiegel hat das mit einfach erscheinenden Mitteln angedeutet. Der Ballsaal, ein illuminierter Festsaal - wie eine Theaterbühne streng choreografiert - die Farbbänder in grün und gelb strukturieren 2 Gruppen.  Da sind die Tänzer in Blautönen, begierig ihre Tanzkunst darzubieten, dann die Formation der schönen Frauen, ins Bild gesetzt durch die übergroße Brust. Rottöne signalisieren die erotische Spannung, die ausgelassene, überhitzte Stimmung, es wird nicht gegeizt mit galanten Flirts, unerlaubten Blicken, zärtlichen Küssen, aufreizenden Dekolletés. Ars amoris pur ! Alles tänzerische Ekstase auf hohem Niveau, wie es sich für diesen Kampfplatz der Geschlechter geziemt ...und am nächsten Tag der alte Walzer „Liebe kam ... und geht“. Papa Haydn scheint an vielen Stellen gelassen zu lächeln. C´est la vie !

Peter Spiegel hat solches Herzkino in eine dunkle Figur verpackt. In diesen früheren Zeiten waren Duelle gefragtt. Sogar Dichter haben sich solchen Irrungen-Wirrungen angenommen.

Das neue Werk von Peter Spiegel für die diesjährige 25. Session des Kammermusik- Festivals stellt eine Jubiläums-Edition dar. Musikfreunde sollten sich dieses außergewöhnliche Blatt rechtzeitig sichern. Zu erwerben sind auch die früheren Editionen als Trilogie. 

Dadurch unterstützen Sie, verehrte Musikfreunde, nachhaltig das Festival. Im Jubiläumsjahr ermuntert uns Friedrich Hölderlin zu feiern: „Immer spielt ihr und scherzt? Ihr müßt! Oh Freunde!“

In diesem Sinne wünscht Ihnen, verehrte Musikfreunde, viel Freude

Ihr Karl Scherer

 

Peter Spiegel, Farbaquatinta-Radierung unterzeichnet mit „Scherzo“, signiert und limitiert auf 30 Exemplare, 300 g Büttenkarton 50 x 40 cm, Sonderpreis: 200 Euro

                         

Peter Spiegel

Der gebürtige Würzburger studierte in Karlsruhe und Freiburg. Er war Meisterschüler von Emil Schumacher. Danach gründete er die "Spiegel-Presse" und druckte für viele internationale Künstler und Galerien. Er war Stipendiat in Olevano Romano. Später war er ein geschätzter Kunsterzieher in Homburg.

Gerühmt werden seine Werke auf nationalen und internationalen Ausstellungen. Seine großformatigen Malerbücher und Zyklen mit Druckgrafik sind eindrucksvolle Dokumente seines Schaffens.

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Die Serie "Musik" wird fortgesetzt: 2020 "Scherzo"

 

 

Peter Spiegel, Aquatinta-Radierung „Scherzo“, signiert und limitiert auf 30 Exemplare, 300 g Büttenkarton, Handabzug des Künstlers, 50 x 40 cm, Sonderpreis: 200 Euro

Erwerb bei Sibylle Kößler kammermusik.homburg@gmail.com oder tel. 06841-65688; - auch in den Pausen an der Abendkasse.